Willkommen auf der Webseite vom Stasi-Opfer und Autor Jürgen Brand


Ich bin am 20.3 1952 in Magdeburg geboren,wo ich bis 1981 lebte.
Hier geht’s darum, das ich 1975 einen Ausreiseantrag im Rathaus in Magdeburg abgab, der abgelehnt wurde.
Weil die weiteren Anträge immer wieder abgelehnt wurden, legte ich die Arbeit für die Deutsche Demokratische Republik nieder.
Ich schrieb mehr als 20 x an Westdeutsche Ämter und TV-Sender, um Hilfe.Dieses war laut dem DDR-Strafgesetzbuch, unerlaubte Verbindungsaufnahme zu feindlichen Stellen. Konnte 1 bis 5 Jahre Gefängnis bedeuten.
Außerdem wurde ich von der Stasi, der Vorbereitung zur Republikflucht verdächtigt.
Einige meiner Kumpels waren als Stasi-Spitzel(IM) gegen mich tätig.Was ich natürlich damals nicht ahnte.
Anfang 1976 musste ich für 20 Monate ins Gefängnis.
Die Hälfte dieser Zeit musste ich im Arrest und in der Einzelhaft verbringen,weil ich die Zwangsarbeit und andere Verordnungen ablehnte.
Ich wollte der DDR keinen Nutzen mehr bringen.
Somit auch als Bremsklotz der Sozialistischen Gemeinschaft darstellen.
Wie es ist, mit einem Scheißkübel als Klo in der Zelle, durch schreib und leseverbot,schlafen ohne Matratze, nur auf blankem Holz, Hungern, weil es nur alle 3 Tage Mittagessen gab,erzähle in 2 Büchern.
Hinzu kamen noch die Verhöre durch die VO er = Verbindungsoffiziere der Stasi.
Es blieb nicht bei 20 Monate Haft.Insgesamt musste ich 4 Jahre sitzen,
ehe ich 1981 in die Bundesrepublik - Deutschland durfte.
1995 bin ich Rehabilitiert wurden und somit als ehemaliger politischer Gefangener anerkannt.
Dadurch erhielt ich Haftentschädigung.Und seit 2007 auch die Opfer-Rente. 
Eine 30% psychische Schädigung durch die Haft, wurde mir vom Versorgungsamt Köln ab 2008 bestätigt.
Wobei eine Grundrente und eine Entschädigungsrente für mich heraus sprang.
Ab dem Jahr 2008 habe ich angefangen, Bücher über meine Vergangenheit zu schreiben.
Über die Kindheit,die Jugend und über meine Haftzeit,die von 1976-77 und von 1978-1981 in der DDR war.
6 Bücher habe ich bis jetzt veröffentlicht,wovon 1 ins englische Übersetzt wurde.
Durch das schreiben konnte ich den Frust und die wiederkehrende Erinnerung an die Haftzeit, besser verarbeiten.
Und ich kann auch ein paar Leute über die damalige Diktatur informieren. Natürlich nur dann, falls jemand ein Buch von mir kauft oder meine Zeilen hier in der Homepage liest.
Allgemein ist das Interesse zur DDR-Vergangenheit nicht sehr hoch.Auch weil viele jungen Leute sich sagen,das ist zu lange her,mich Interessiert was heute ist.
Aber eine Aufarbeitung und die Aufklärung ist wichtig.Nicht nur deswegen,das Enkel erfahren sollen, ob ihre Oma oder der Opa, ein Stasi-Spitzel war.
Auch die Angehörigen von Opfern,sollten erfahren wie warum ihr Verwandter oder Freunde ums leben kam.
Etliche ehemalige DDR-Bürger verzichten auf Akteneinsicht.Aus Bedenken darüber,zu lesen, das engste Freunde sie verraten haben.
Stasi-Spitzel haben aber nicht verdient, unerkannt zu bleiben.

 




 
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